Aber warum funktioniert Protest dort eigentlich so viel besser als bei uns?
Unsere Antwort lautet: Solidarität
Wenn in Frankreich Schüler*innen auf die Straße gehen, dann sind sie nicht alleine. Lehrerinnen, Eltern, Studentinnen, Feuerwehrleute – ja, selbst Bürgermeister*innen demonstrieren gemeinsam mit ihnen – und zwar in erster Reihe!
Protestkultur
Das Bewusstsein, dass gesellschaftlicher Fortschritt seit jeher erkämpft werden musste, scheint in Frankreich besonders ausgeprägt. Für die eigenen Rechte auf die Straße zu gehen ist dort keine skurille Randerscheinung sondern Selbstverständlichkeit, ja geredazu Bürger*innenpflicht!
Was wäre wenn Proteste solcher Ausmaße in Deutschland stattfänden? Leider hat die Erfahrung gezeigt dass
- unsere Medien nicht über die Hintergründe der Proteste, sondern ausschließlich deren Ausschreitungen berichten würden
- dabei ausschließlich Gewalt gegen die Polizei nicht aber Polizeigewalt Thema wäre
Politiker*innen eher über ein hartes Vorgehen gegen die Protestierenden als über ihre Forderungen diskutieren würden - immer mehr Organisationen sich von den Schüler*innen abwenden würden
- und die linke Bubble sich in einer ergebnisoffenen Gewaltdiskussion verlieren würde.
Und wir so?
Während in Frankreich politische Entscheidungen zu lasten der Gesellschaft unmittelbar massenhafte Proteste auslösen, schlucken wir eine bittere Pille nach der anderen. Merde!
Wir fragen uns: Was wäre wohl in Frankreich los, wenn dort eine Merz-Regierung an der Macht wäre, die gleichzeitig den Sozialstaat abbaut, den 8-Stunden-Tag abschafft, die Energiewende zu Gunsten der Fossil-Lobby abwickelt und konsequent Politik für Besserverdienende macht?
Was denkst du?
Was können wir von Frankreich lernen?
Wie kann politischer Protest auch in Deutschland wieder wirksam werden?
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